Angebote für soziale Kontakte, die Gestaltung der Wohnumgebung oder Ideen für neue Wohngebiete – die Themen in der Quartierswerkstatt waren vielfältig und boten einiges an Gesprächsstoff. Zunächst begrüßten jedoch der stellvertretende Bürgermeister Michael Fronmüller und Stefanie Bitzer die Teilnehmenden und hießen Thorsten Mehnert und Rebecca Schmelzle vom Kuratorium Deutsche Altershilfe sowie Catharina Ziegele vom Landratsamt Esslingen herzlich willkommen. 

Um alle auf den gleichen Stand zu bringen, fasste Thorsten Mehnert die Ergebnisse der bereits erfolgten Befragung anschließend noch einmal zusammen. Catharina Ziegele ergänzte dies mit einem kurzen Bericht über die Quartiersbegehung im September. Aus diesen beiden Blöcken hatten sich die vier Themengebiete Wohnumfeld und Infrastruktur, Kontakte und soziales Miteinander, Forum der Generationen und Wohnen in der Zukunft als besonders wichtig herausgestellt. Hier gab es von den Bürgerinnen und Bürgern ab 60 Jahren besonders viele Hinweise auf mögliche Verbesserungen.

In der Quartierswerkstatt bestand nun die Möglichkeit, eben diese Anregungen noch einmal genauer zu betrachten und weitere Ideen zu sammeln. Für jedes Thema war eine Stellwand vorbereitet, an der die Anwesenden reihum in kleinen Gruppen diskutierten. Alle Vorschläge wurden dabei festgehalten, um anschließend gemeinsam herauszufinden, welche davon umgesetzt werden sollten. Für das Wohnumfeld wurden beispielsweise eine verkehrsberuhigte Ortsmitte und Veranstaltungen angesprochen sowie weitere Sitzgelegenheiten an längeren Wegstrecken oder ein Schwätzbänkle, um einfach ins Gespräch zu kommen. 

Im Bereich des sozialen Miteinanders war das Hauptthema der Wiedereinstieg bei den vorhandenen Angeboten, wenn die Corona-Pandemie dies zulässt. Hier wurde vor allem die persönliche Ansprache als Lösung vorgeschlagen. Diese war auch ein wichtiger Punkt der Stellwand Forum der Generationen, an der außerdem das vielfältige Angebot an Kursen und die Atmosphäre im Forum gelobt wurden. Verbesserungspotenzial sahen die Teilnehmenden hauptsächlich bei den Zeiten der Aktionen. Sie wünschten sich mehr Veranstaltungen am Abend oder Wochenende, um auch Berufstätigen die Teilnahme eher zu ermöglichen. 

An der vierten Stellwand durften Ideen und Wünsche für die zukünftigen neuen Wohngebiete geäußert werden. Sie werden an die Verantwortlichen weitergeleitet und können somit im weiteren Verlauf der Planungen einbezogen werden. In erster Linie sollen jedoch die Bürgerinnen und Bürger selbst direkt an der Umsetzung der Vorschläge beteiligt werden, die ihnen am meisten am Herzen liegen. Mit Klebepunkten markierten die Teilnehmenden in der Pause hierfür die für sie wichtigsten oder dringendsten Maßnahmen. Währenddessen konnten sie sich an einem leckeren und vom Restaurant Berg liebevoll dekorierten Büfett mit griechischen Spezialitäten bedienen und gemütlich weiter austauschen. 

Danach ging es an die Auswertung und abschließende Besprechung an den Stellwänden. Die drei Themen Tauschbörse für kleine Hilfen, Angebote im Forum der Generationen am Wochenende für Jung und Alt und Mehrgenerationenwohnen hatten von den umsetzbaren Maßnahmen die meisten Klebepunkte erhalten und wurden ausgewählt. Für diese drei Felder werden nun Arbeitsgruppen gebildet, die sich in regelmäßigen Treffen weiter besprechen und die nächsten Schritte in Richtung der Verwirklichung ihrer Ideen vorbereiten. Zusätzlich fand sich spontan eine Arbeitsgruppe, die schnell umsetzbare Maßnahmen, wie die Einrichtung einer Netten Toilette oder neuer Beschilderung, bearbeiten wird. Erste Interessierte für alle Gruppen konnten sich direkt in ausgehängte Listen eintragen.

Zum Schluss blieb Michael Fronmüller und Thorsten Mehnert nur noch, sich bei allen Anwesenden für den tollen, produktiven Workshop zu bedanken. Ein weiterer Schritt in Richtung eines noch lebenswerteren Großbettlingens für ältere Menschen ist getan, nun kann es an die Umsetzung gehen. 

Sie haben auch Ideen für eine Tauschbörse, Angebote am Wochenende, zum Mehrgenerationenwohnen oder für kleine Veränderungen? Dann gestalten Sie doch mit! Unsere Teams freuen sich über weitere Unterstützung und Vorschläge! Melden Sie sich gerne einfach bei Frau Bitzer am Info-Point unter Tel. 94345-23.

Weitere Bilder der Quartierswerkstatt finden Sie in unseren Bildergalerien.